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das er ſo rührend verlangt hatte. Durch dieſen Ent⸗ ſchluß geſtärkt und erhoben, wollte ſie ihre Muhme in dieſen Tagen nicht wieder beſuchen, um ihren Geliebten nicht anders, als mit ihres Oheims Vor⸗ wiſſen und unter deſſen Augen zu ſehen. Er ſchrieb ihr von ſeiner letzten Unterredung mit ihrem Ohei⸗ me; ſie richtete in ihrer Antwort ſeine Hoffnung auf, und bath ihn, auf ihre Liebe zu bauen. Klär⸗ chen kannte ihren Oheim. Sie wußte, wie zärtlich er ſie liebte, und wie ſehr es ihm Ernſt war mit ſeiner Verſicherung, daß er ihr Herz nie zwingen wolle; ſie wußte, daß es nicht leicht war, ihn zu einer Einwilligung zu bewegen, wenn man den eigenen Willen gegen ihn wollte geltend machen, aber leicht, wenn man es verſtand, einen Entſchluß geſchickt bey ihm vorzubereiten und reifen zu laſſen. Es hatte ihr nicht entgehen können, das Thorwald zu ihrem Erſtaunen ſchnell in der Gunſt des Oheims geſtiegen war, und daß Monheims Rückkehr aus dem Bade eben nicht ungeduldig erwartet wurde. Seit der letzten Mittheilung auf der Heimfahrt von Waldhauſen war wohl wieder von den Abſichten des Gutsbeſitzers geſprochen worden, die Nainau zwar noch zu begünſtigen ſchien, doch lange nicht mit ſo lebhafter Theilnahme, als bey der erſten Eröffnung wenige Augenblicke vor Thorwalds erſtem Beſuche. 3 Am nächſten Freytage ſchickte Rainau ſeine Nichte mit einem Auftrage zu der Muhme, um


