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Lebensbilder / von W.A. Lindau
Entstehung
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den Tanzlärm, die Unherhaltung abbrach. Sobald Thorwald frey war, ſuchte er eine Gelegenheit, mit Klärchen allein zu ſprechen. Sie fanden ſich im Garten, theilen ihre Beſorgniſſe und ihre Entde⸗ Kungen ſich mit, und Thorwald trennte ſich von ihr mit dem Entſchluſſe, ſich dem Oheime, auf deſſen Gunſt er ein wenig baute, muthig wagend, zu entdecken. Auf der Heimfahrt erfuhr Klärchen von ihrem Oheime, daß Monheim von ſeinem Wunſche geſprochen hatte. Er reiſet übermorgen ins Bad, ſetzte Rainau hinzu. Nach ſeiner Rück⸗ kehr, in vier Wochen, will er uns beſuchen, und die Antwort aus Deinem Munde hören.

Klärchen ſchwieg. Ihr Oheim war ſo müde, daß er ihre einſylbige Unterhaltung nicht vermißte, bis er endlich einſchlief und ſie ihren Gedanken überließ. Wie lange währte ihr die Zeit bis zum Dienſtage, wo Thorwald zu einer außerordentlichen Schachſpielſitzung eingeladen war! Thorwald nahm ſich an dieſem Tage zuſammen, um den Oheim durch ein recht anziehendes Spiel in eine freundli⸗ che Stimmung zu ſetzen, und als ihm dieß gelun⸗ gen war, ſprach er mit Offenheit und herzlicher Wärme ſein Geſtändniß und ſeine Wünſche aus.

Rainau reichte ihm die Hand. Herr Thorwald,

ſprach er, ich achte, ich liebe Siez davon ſind Sie hoffentlich überzeugt. Aber was Sie mir da ſa⸗ gen... Meine Nichte iſt noch ſo jung, und Sie auch noch. Sie haben kaum ihre Laufbahn betre⸗