240 den Tönen Deines Flügels würde ſich gar oft das muatere Geläute der Heerdenglocken miſchen, dem Landwirthe eine erfreuliche Muſik, wenn Dein wohl⸗ genährtes Vieh in Deinen reinlichen Hof zöge, wo al⸗ les das wachende Auge des Hausvaters und den Fleiß der ſorgſamen Hausfrau verkündigte. Du würdeſt ſchwerlich auch viel Zeit haben, etwas an⸗ deres zu ſingen, als Sonntags in der Kirche, oder ein munteres Lied beym Erntekranz und in der Weinleſe, oder wie ich hoffe, auch noch ein Wie⸗ genliedchen.
Lieber Oheim, Sie ſagen mir mehr, als nöthig— iſt, um mir ein ſolches Leben von der am wenigſten erfreulichen Seite zu zeigen.
Klärchen, ſprach der Oheim ernſt, ich habe nie einen guten Menſchen, und beſonders ein rein füh⸗ lendes Weib gekannt, ohne Sinn für die einfachen Freuden des Wandlebens. Und der fehlt auch Dir nicht; die Zerſtreuungen der großen Welt haben Dich nie angezogen.
Und werden mich nie anziehen, mein guter Oheim, ſprach Klärchen mit Wärme. Wo ich an Ihrer Seite bin, und Ihr Leben erfreuen kann, da wird immer für mein Herz die liebſte Heimath ſeyn... Aber der Ton, worin Sie mir alle jene Dinge ſagten, beweiſet mir, daß Sie nur ſcherzem⸗
wollten⸗
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