225 brauchſt Ruhe. Sie ſollen mehr von mir hören, wandte er ſich darauf zu Murbach, und grüßte ihn ſchweigend, indem er den Arm ſeiner Frau faßte, und ſich mit ihr entfernte.
Luiſe blieb ſtehen, als ſie in den ſchattigen Gang kamen. Amberg, ſprach ſie, der Schein iſt gegen mich, aber ich bin unſchuldig.
Still davon, Luiſe, antwortetezer, und ſuchte ſeinen Ton zu mildern, um ſeine Empfindlichkeit zu verbergen. Du biſt jetzt nicht in der Stimmung, von dieſer Angelegenheit zu reden. Wir werden davon zu einer andern Stunde ſprechen. Beruhige Dich.
Nein, nicht einen Augenblick darfſt Du glau⸗ ben, daß ich mir etwas vorzuwerfen habe, ant⸗ wortete ſie, und erzählte ihm treulich alles, was zwiſchen ihr und Murbach ſeit dem erſten Wieder⸗ ſehen vorgefallen war. Er hörte ihr mit einiger Überraſchung zu, und freundlicher ward ſein ern⸗ ſtes Auge. Als ſie geendigt hatte, ſah er ſie eine Minute ſchweigend an. Antworte mir, Luiſe, ſprach er, glaubſt Du, daß Du mit ihm glücklich gewe⸗ ſen ſeyn würdeſt?
Sie ſchlug ihr Auge nieder. Du haſt ihn ſelbſt als einen edlen Mann gerühmt, antwortete ſie nach einer Pauſe. Ich glaube, er wird immer meiner Achtung würdig ſeyn.
Sie waren jetzt am Eingange des Schloſſes⸗ Amberg küßte ſie, tief bewegt, auf die Stirne,


