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Lebensbilder / von W.A. Lindau
Entstehung
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dern dem Kriege nachziehen? Murbach, fragen Sie ſich ſelbſt, iſt der Entſchluß Ihrer würdig?

Mein Verhängniß treibt mich, antwortete er heftig.

Nein, dem Vaterlande ſollen Sie Geiſt und Arm weihen, die ihm gehören; das müſſen Sie mir verſprechen, wenn Ihr Andenken mir werth bleiben ſoll, wenn Sie mich je geliebt haben. Dann, nur dann wird Alles, was der Ruf Gutes von Ihnen mir erzählt, ein ſchönes Band zwiſchen uns knüpfen, das uns, auch wenn wir getrennt ſind, vereinen wird.

O Luiſe! rief er außer ſich, edles, herrliches Weib, Dich ſollte ich verlieren, auf immer verlie⸗ ren! Nein, nein, uns knüpft ein Band, das nie⸗ mand zerreißen kann. Du biſt mein, und wenn Du Dich mit tauſend Eiden von mir losgeſagt hät⸗ teſt!.. Bey dieſen Worten umfaßte er ſie, und drückte ſie mit wilder Gewalt an ſeine Bruſt.

In dieſem Augenblicke, als Luiſe ſich loszu⸗ winden ſuchte, kam ihr Mann aus dem dichten Gebüſche. Sie riß ſich mit heftiger Anſtrengung aus den Armen des jungen Mannes, der die leb⸗ hafteſte Beſtürzung verrieth. Amberg trat näher⸗ Beyde Männer ſahen ſich ſchweigend an. Luiſe lehnte ſich faſt beſinnungslos an das Denkmahl ih⸗ res Vaters. Amberg trat endlich zu ihr. Komm, Luiſe, ſprach er mit kaum unterdrückter Bewegung; du