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wald gerade zu dem Denkmahle ihres Vaters hin⸗ ab führte. Noch einmahl wollte ſie ſich zur Stand⸗ haftigkeit ermuntern, aber das ſchwache Herz ſiegte⸗ Durfte ſie dem Freunde die letzte Bitte grauſam verweigern? Nur noch einmahl wollte ſie ihn ſe⸗ hen, um ihm das letzte Lebewohl zu ſagen.
Es zog ſie unwiderſtehlich in den Wald; ſchon ſah ſie mit unruhig zitterndem Herzen die weiße Marmorurne durch das Gebüſch ſchimmern, jetzt ging ſie über die ſchwankende Brücke von Baum⸗ ſtämmen, welche über das felſige Bett des Baches führte, und endlich trat ſie unter die ſtillen Schat⸗ ten der Trauerweiden, wo Murbach ſeit einer hal⸗ ben Stunde ſie erwartete.
Er kam ihr entgegen. Ich glaubte, Sie wür⸗ den mir den letzten Wunſch abſchlagen, hob er an⸗ Ich danke Ihnen, Luiſe.
Ja, ich komme, Ihnen das letzte Lebewohl zu fagen, antwortete ſie mit ſichtbarer Bewegung.
Vor dem Schritte den ich thun will, mußte ich Sie noch einmahl ſehen, hob er wieder an.
Vor welchem Schritte? fragte ſie unruhig.
Ich verlaſſe dieſe Gegend, ich verlaſſe mein Vaterland, erwiederte er. Der Krieg, der in Ita⸗ tien ausbricht, ſoll mir eine Laufbahn öffnen, wo ich vielleicht— Ruhe finde.
Luiſe ſah ihn ernſt an. Ihr Vaterland verlaſ⸗ ſen? ſprach ſie nach einer Pauſe⸗ In fremden Län⸗


