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von dem Hauptmanne. Er bath, ihm noch eine
Zuſammenkunft zu bewilligen. Bey dem Grab⸗
mahle ihres Vaters will ich zum letzten Mahle Sie
ſehen, fügte er hinzu; dieß muß Sie völlig darü⸗ ber beruhigen, mit welcher Geſinnung und in wel⸗ cher Stimmung ich zu Ihnen kommen werde.“” Er wollte ſie an demſelben Tage, Abends um ſechs Uhr, an der beſtimmten Stelle erwarten.
Luiſe dachte an die rührende Bitte, womit Am⸗ berg ihr Vertrauen gefordert hatte. Ihr erſter Ent⸗ ſchluß war, die Zuſammenkunft nicht zu gewähren. Unter ſchmerzlichem Kampfe verging ihr der Tag, und ſie verrieth ſich ſo ſehr, daß Amberg ihre Un⸗ ruhe mehr als einmahl bemerkte. Als die Sonne immer tiefer ſank, ermannte ſie ſich noch einmahl
zu dem würdigſten Vorſatze, und blieb, mit ihrem Arbeitskörbchen abſichtlich an der Seite ihres Man⸗ nes, der mit Briefſchreiben beſchäftigt war, aber oft uͤber das Papier weg einen beobachtenden Blick auf die Sinnende warf. Es hatte fünf Uhr geſchla⸗ gen; immer unruhiger pochte ihr Herz, als Amberg aufſtand, und ihr ſagte, daß ein Geſchäft ihn nach Arnſtein rufe.
Luiſe war mit ihm hinunter gegangen, und
wandelte nach ſeiner Entfernung unter den Pap⸗ peln vor dem Schloſſe langſam auf und nieder⸗ Die verhängnißvolle Stunde ſchlug, als ſie an dem Scheidewegs ſtand, wo links der Kirchweg nach dem Dorfe, rechts ein ſchattiger Pfad. in den Luſt⸗


