219 krug, und darunter,«Leichter, als des Le⸗ bens Bürde, ſey ihm die Erde.⸗
Seiner Ruhe und dem Glücke ſeiner letzten Lebenstage, ſprach Luiſe, habe ich das Opfer ge⸗ bracht, das uns für immer getrennt hat. Leben Sie wohl, Murbach! fuhr ſie fort, ihre Hand ihm reichend. Hier will ich auf ewig Abſchied von Ih⸗ nen nehmen. Der Schatten meines Vaters wurde mit einem Blicke des Vorwurfs auf mich herab ſe⸗ hen, wenn ich einen Augenblick meine Pflicht ver⸗ geſſen könnte. Leben Sie wohl! Schonen Sie mei⸗ ne Ruhe!.
Sie ſprach dieſe Worte mit einem Ausdrucke von Adel und Würde, daß Murbach im Innerſten bewegt, nicht wagte, ihr noch einen Schritt zu folgen, und mit ſeinem Schmerze in das Gebüſch zurück ging. Luiſe warf noch einen Blick auf des Vaters Denkmahl und kehrte mit geſtärktem Muthe in das Schloß zurück.
In dieſem Augenblicke von den edelſten Vor⸗ ſätzen erfüllt, ſetzte ſie ſich nieder, um ihrem Freun⸗ de zu ſchreiben, was ſie zur Entſagung gezwungen hatte; aber bey der Stimmung, worin ſie war, verrieth jede Zeile, wie ſehr ſie den Vorwurf ver⸗ letzter Treue von ſich zu entfernen, und ihren Schritt bloß als ein ſchmerzliches Opfer, das harte Noth⸗ wendigkeit gebothen, darzuſtellen ſuchte. Sie ver⸗ ſchwieg ihm auch nicht, welche günſtige Meinung Amberg von ihm geäußert hatte; aber ſie ließ die
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