4A2. Der Ritter ſprang auf, und als er die dro⸗ hende Waffe in der Hand des Grafen erblickte, riß er auch ſein Schwert aus der Scheide und rief mit wildem Blicke: Ihr ſeyd es? Ihr wollt ſie mir ent⸗ reißen! Ha ſteht! nur durch meine Bruſt geht der Weg Su ihrem Brautbette. In dieſem Augenblicke ſprang ein alter Mönch zwiſchen die blinkenden Schwerter. Ritter Rai⸗ mund, ſprach er ernſt, denkt Ihr ſo des Wortes, das Ihr mir heute vor Gottes Angeſicht gegeben? Raimund ließ ſein Schwert niederſinken, und ſprach mit gedämpfter Stimme: Ja Ihr erinnert mich, daß alles verloren iſt. 4 Graf von Helfenſtein, hob der Mönch wieder an: dieſer Ritter iſt der Verlobte Eurer Braut, den ein entſetzliches Schickſal verfolgt und von ihr getrennt hat. An ihn band ſie auch ein heiliges Wort und des Herzens unbezwungene Neigung, mit Euch hat das heilige Sakrament ſie vereint. Schonet ihr Unglück; ſteckt Eure Schwerter ein, Männer, die ein finſteres Geſchick feindlich gegen einander geſtellt hat, und laſſet Gott richten. Da ſchlug Margaretha die Augen auf, und als ſie die wohlbekannte Geſtalt des Mönches er⸗ blickte, fuhr ein neuer Angſtruf aus ihrem Munde. Aber ſchon waren ihr Vater und die Zofen mit ihr beſchäftigt, um ſie aufzurichten. Bringt ſie zur Ruhe, ſprach der Mönch. Ich will für ſie bethen⸗
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