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Morgen ſchon? Morgen? ſprach Margaretha angſtlich⸗ 3
Ja, morgen ſoll ich der glücklichſte Mann ſeyn: erwiederte der Graf, ſie zärtlich umfaſſend, und ein Schmuckkäſtlein hervorziehend, das köſtlich mit rothem goldgeſticktem Sammet überzogen war, fuhr er fort: Und darum bringe ich Euch heute das Ge⸗ ſchmeide das Euch künftig an den glücklichen Tag unſeres Bundes erinnern ſoll.
Das Käſtlein öffnend, zeigte er einen prächti⸗ gen Gürtel von Demanten und Karfunkeln, in wel⸗ chem zwey große hochſchätzbare Perlen glänzten. Perlen! Wieder Perlen! rief Margaretha er⸗ blaſſend, mit bebender Stimme, und wehrte das Geſchmeide von ſich ab, das der Graf in ihre Hand legen wollte.
Margaretha, theure Margaretha, was fehlt Euch? fragte der Graf mit zärtlicher Beſorgniß.
Mein erſter Bräutigam gab mir eine Perle zum Liebespfande, und ſie hat mir Trauer gebracht, antwortete Margaretha langſam, und das geſenkte Haupt ſchuttelnd, ſetzte ſie mit bewegter Stimme hinzu: Nein, nein, unſere Verbindung wird nicht glücklich ſeyn! 4
Margaretha, meine ſüße Braut: ich bitte Dich, rede, was beunruhigt Deine Seele? 1 Ich habe Euch feyerlich mein Wort gegeben, Graf von Helfenſtein, und ich muß es halten; aber ich glaube, es würde doch beſſer ſeyn, wenn ich
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