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13 gendzeit zurück rufen mochte... O Margaretha, vieles hat ſich ſeitdem begeben, und wunderſam hat das Schickſal mich ſchon herum geführt, aber was ich verſprochen, habe ich gehalten, Euer Bild iſt nicht aus meinem Herzen gekommen.
Raimund, es iſt mir, als wäre ich im Trau⸗ me, wenn ich Euch ſo vor mir ſehe, hob Marga⸗ retha wieder an. Ja, es hat mir oft geträumt, Ihr ſtändet vor mir im glänzenden Waffenſchmucke, oder ich ſehe Euch mit Rittern im Turniere käm⸗ pfen. Als Ihr ein Knabe waret, ſtand Euer Sinn nach ſolchen Dingen, und oft habt Ihr mir geſagt, Ihr möchtet lieber fröhliche Ritterſpiele freiben, als in Eures Vaters Handelsſtube mit Venedig und Antwerpen rechnen. Sagt mir, Naimund, was iſt mit Euch vorgegangen?
Es iſt Euer Werk, Margaretha. Ich ſollte in Venedig den Handel lernen, das war meines Va⸗ kers Wille, als er mich in eines der erſten Häuſer brachte. Zwey Jahre ſtritt ich gegen meine Neigung, Ich fühlte, daß der Kaufmann ſich nie zu Marga⸗ retha von Heydeck erheben durfte, wie feſt auch unſere Väter durch Freundſchaft verbunden waren. Mein Vater ſtammte„ wie Ihr wißt, aus einem edien ulmiſchen Geſchlechte, das durch Unfälle herab gekommen war, und ſchon mein Großvater hatte ſich zu dem Handel gewendet. Durch ritterliche Tha⸗ ken den Nahmen meiner Ahnen, die in vielen Krie⸗ gen und Turnieren ſich Ruhm erworben, wieder zu


