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ge nach Inſpruck hinzog, da ſah ich nicht vorwarts auf die fernen Alpen, die der erſte Sonnenſtrahl beleuchtete, und achtete wenig auf die Worte mei⸗ nes Vaters, der das ſchöne Italien rühmte, wo ich wohnen ſollte: nur rückwärts blickte ich auf die ver⸗ ſchwindenden Thürme der geliebten Vaterſtadt, und auf die freundlichen Auen am Lech, wo ich jüngſt noch ſo luſtig mich getummelt, und als ich aus weiter Ferne noch den wohl bekannten Ton der großen Domglocke hörte, die zum Feſte läutete, da gedachte ich des Tages, wo ich Euch in der Domkirche zum erſten Mahle geſehen. Erinnert Ihr Euch noch, Margaretha, es war am Charfreytage; Ihr bethetet mit Eurer Mutter vor dem Grabe des Heilandes. O ich ſehe Euch noch in dem ſchwar⸗ zen Gewande mit dem langen Schleyer, aus wel⸗ chem die blonden Ringellocken hervor blickten. Ihr waret kaum acht Jahre alt. Alle die glücklichen Stunden, die ich ſeit jenem Tage an Eurer Seite genoſſen, gingen vor meiner Seele vorüber, wie lächelnde Engel, und heiterten die Traurigkeit auf, worin ich verſunken war. So ſaß ich einſt, halb ſchlummernd in einem ſchönen Traume von Euch, an meines Vaters Seite im Wagen, als er mich weckte und mir das Meer zeigte, das in der Morgenſonne glühte, und die prächtige Stadt mit⸗ ten im Meere, von zahlloſen Maſten umringt. Ve⸗ nedig! ſprach er, ſelbſt entzückt von dem Anblicke, der ihm theure Erinnerungen aus der ſchönſten Ju⸗
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