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er ſie, umgeben von zwey Kindern, ihren Schwe⸗ ſtern, wie er meinte, welchen ſie des Kaiſers glän⸗ zendes Geſchenk zeigte. Unbemerkt konnte er ſie ei⸗ nige Augenblicke betrachten, aber als er ſah, daß die erſte Ahnung ihn nicht betrogen hatte, verrieth er ſeine Empfindung ſo laut, daß die Jungfrau zu aͤhm aufblickte. Fräulein! ſprach er vortretend, iſt es möglich? Ich ſehe Euch wieder! Margaretha!..
Die Jungfrau heftete ihren Blick auf den Jüngling, und je länger ſie ihn betrachtete, deſto mehr verrieth ihr glänzendes Auge, daß die lieb⸗ lichſten Erinnerungen in ihrer Seele erwachten, und als ſie nun keinen Zweifel mehr hatte, daß dieſe männlich ausgebildeten Züge dem geliebten Geſpielen ihrer Jugend gehörten, ſo wenig ſie auch die Umgebungen, worin ſie ihn fand, mit dieſer Entdeckung vereinigen konnte, da vermochte auch ihr Herz nicht länger ſich zu halten. Naimund, ſprach ſie, Ihr ſeyd es, lieber Raimund! eine war⸗
me Gluth überzog das holde Geſicht, als ſie ſich er⸗
innerte, daß ſeit den Tagen, wo ſie den Nahmen des Knaben mit dieſem ſüßen Tone ausgeſprochen hatte, faſt zehen Jahre verfloſſen waren. Wie ſeh' ich Euch wieder! ſetzte ſie nach einer Pauſe hinzu. Wohl hat ſich manches zugetragen, ſeit wir von einander geſchieden, Fräulein Margaretha, ant⸗ wortete der Ritter. Wißt Ihr noch, es war in dem Garten Eures Vaters vor dem Gögginger Thore. Ihr ſaßet mit Eurem Papagey, den Euch
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