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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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94 jenigen Arbeiten uͤbernehmen, wozu mehr als weibliche Koͤrperſtaͤrke, oder beſondre Geſchicklichkeit gehoͤrt. Jeder Betriebſamkeit abhold, zieht der Mann lieber mit ſeinen Heerden durch die Gebirge und Waͤlder. Der hoͤchſte Genuß aber in der Zeit, wo nicht Krieg ihn beſchaͤftigt, iſt fuͤr ihn, in der Sonne zu liegen, zu rauchen, zu eſſen, zu trinken, zu ſchlummern, oder langſam um den Garten vor ſeiner Huͤtte zu ſchlendern, auf ſeiner uͤbeltoͤnenden Laute klimpernd. Bei aller Traͤgheit aber iſt er un⸗ ruhig, und auf das erſte Aufgebot ſeines Anfuͤhrers bereit, mit ſeinem Gewehre in die Waͤlder zu eilen.

Die Huͤtten, die von trockenem Lehm meiſt ſehr ſauber gebaut ſind, beſtehen gewoͤhnlich nur aus ei⸗ nem Stockwerke, mit zwei Stuben und wenig Haus⸗ geraͤthe. In der Regel gehoͤrt ein Garten dazu, und oft ſind ſie mit einem Walle umgeben, der Schieß⸗ loͤcher hat. In den Doͤrfern findet man einen, von einem breitwipfeligen Baume beſchatteten Raſenplatz, fuͤr die ſonntaͤgigen Beluſtigungen der Landleute. Dieß erweckt eine guͤnſtige Meinung von der allge⸗ meinen Sicherheit, die jedoch zuweilen von der Zwie⸗ tracht benachbarter Doͤrfer geſtoͤrt wird.

Die Inwohner naͤhren ſich meiſt von Brod das aus Weizen und andern Getreidearten gebacken wird Kaͤſe, Eiern, Butter, Oliven und Garten⸗