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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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Augen, die blau odes vraun, ſelten ganz ſchwarz ſind, ungemein lebhaft. Der Mund klein mit ſchoͤnen Zaͤhnen. Die Naſe meiſt hoch und gerade, mit duͤn⸗ nen offenen Naſenloͤchern. Die Augenbrauen ge⸗ woͤlbt. Die Stirn iſt nicht mit Haaren bedeckt, die aber vom Scheitel lang hinab wallen, meiſt in Locken, wiewohl gerades langes Haar mehr bewun⸗ dert wird. Ein kleiner Knebelbart ziert die Ober⸗ lippe, das uͤbrige Kinn aber wird immer mit dem Vorderhaupte, gewoͤhnlich einmal woͤchentlich, ge⸗ ſchoren. Die mahleriſche Tracht der Albanier haben wir oben(S. 28 29) nach Holland's Be⸗ ſchreibung kennen gelernt. Auch Hobhouſe fand ſie in dieſer Tracht dem alten roͤmiſchen Krieger aͤhn⸗ lich, zumahl bei den Wohlhabendern, wo zwei bis drei, reich mit Gold oder Silber verzierte Sammet⸗ weſten faſt dem ſteifen Panzerhemd gleichen. Die Albanier ſind ſehr unreinlich; wechſeln ſelten die Waͤſche, und ſchlafen auf dem Fußboden in ihren dicken

Wollenkleidern, wo Ungeziefer aller Art gedeiht.

Die Weiber ſcheinen nicht reinlicher zu ſein. Sie ſind lang und ſtark, nicht unangenehm, aber in ih⸗ ren Zuͤgen ſieht man alle Spuren eines armſeligen Lebens, ſchlechter Behandlung und harter Arbeit. In vielen Gegenden des Landes muͤßen ſie ſaͤen und die Ernte beſorgen, waͤhrend die Maͤnner nur die⸗