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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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aber waren ſie uͤber Delvinaki hinaus, als ſie eine freiere Luft, ein volkreicheres Land fanden. Reiſende auf den Heerſtraßen; Doͤrfer auf den Huͤgeln zer⸗ ſtreut; die Ebenen uͤberall angebaut; und ſtatt des Gewandes der Griechen, das Baumwollenhemd der Albanier. Die albaniſche Sprache war herrſchend, und ſelbſt der Ton der Chriſten muthiger und ſtolzer. Gleich in dem erſten Dorfe(Ceſarades,) wo ſie uͤber⸗ nachteten, fanden ſie alles ganz anders, als in den griechiſchen Doͤrfern. Ihr Wirth war ſehr freund⸗ lich und hatte in ſeinen Zuͤgen nichts von dem krie⸗ chenden, niedergeſchlagenen, furchtſamen Weſen des griechiſchen Bauers. Sein Haus war reinlich ge⸗ weißt, hatte einen Pferdeſtall, eine Unterſtube und zwei Oberſtuben, ganz anders als in Nieder⸗ Albanien.

Die Albanier die Eingebornen, nicht ihre entarteten Abkoͤmmlinge und Sprachgenoſſen, die. als Landbauer zerſtreut in Rumili leben ſind meiſt von mittler Groͤße, etwas uͤber 5 Fuß hoch; muskelkraͤftig und ſtraff, doch keineswegs vierſchroͤtig, und beſonders duͤnn um die Huͤften, woran ihre thaͤ⸗ tige Lebensweiſe und der enge Guͤrtel Schuld ſein moͤgen. Die Bruſt voll und breit, der Hals layg. Das Geſicht eirund mit vorragenden Backenknochen und flacher, aber hoher Stirn. Der Ausdruck ihrer