Druckschrift 
Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
Einzelbild herunterladen

91 wiſſen. Die Bewohner von Unter⸗ Albaniern hin⸗ gegen, die weniger nachgiebig in ihren Glaubens⸗ meinungen ſind, und die Raubſucht der Tuͤrken mehr in Verſuchung ſetzen, wurden durch ihre Machthaber, die in ihren Städten und Doͤrfern wohnen, in Schrecken gehalten. Ohne die Mittel, dem Drucke auszuweichen, oder zu widerſtehen, den die kuͤhnen Bewohner des rauhen Gebirglandes beſitzen, und von dem Umgange mit den rohen Gebietern ausgeſchloſe ſen, verbanden ſie ſich enger mit den ſuͤdlichern Grie⸗ chen in Theſſalien und Livadien Der gemeinſchaft⸗ liche Gebrauch einer Kirchenſprache, die wegen der Nachbarſchaft auch im Leben nicht unbekannt iſt, und als eine geſchriebene Sprache dem Verkehre Er⸗ leichterungen darbietet, waͤhrend das Albaniſche nur geſprochen wird, knuͤpfte ein neues Band, Kein Wunder daher, daß ihre alten einheimiſchen Sitten ein unzaͤhligen Faͤllen durch die Gewohnheiten der Neugriechen verdraͤngt wurden. Von dem Dorfe Delvinaki, ungefaͤhr 21 Wegſtunden nordweſtlich von Joannina, wird die Verſchiedenheit zwiſchen den Be⸗ wohnern des Ober⸗ und Niederlandes auffallend. Bis dahin bemerkten Hobhouſe und ſein Reiſege⸗ faͤhrde, Lord Byron, in dem Zuſtande und Weſen des Volkes, abgerechnet eine gewiſſe Wildheit unter den uͤberall bewaffneten Landleuten, nicht Eigenes; kaum