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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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und beſonders auch die morgenlaͤndiſche Sitte, die Weiber einzuſchließen und ihnen die Vortheile einer gebildeten Erziehung zu verſagen, abgeſchafft werden, ehe allgemeine Geſittung gedeihen kann. Und wuͤr⸗ den dann, fragt man, die Griechen, zerſtreut und un⸗ verbunden, wie ſie ſind, ohne Kriegskunde, ohne Mit⸗ tel zur Kriegfuͤhrung, und bei der Unwiſſenheit und dem ſittlichen Verfalle der Volksmaſſe, im Stande ſein, ſich ſelber zu beherrſchen? Von den Zeiten des achaͤiſchen Bundes bis auf den heutigen Tag, waren die Griechen nie zu einem allgemeinen Zwecke vereint, und kaum laͤßt ſich erwarten, daß ſie jetzt, wo ſie in ihrer Sinnesart noch verſchiedener,*) in ihren Ab⸗ ſichten noch uneiniger ſind, ſich in veſter Eintracht zur behatrlichen Verfolgung eines Zieles ſammeln

*)„Man glaube nicht,“ heißt es im 10. Bande(1814) des Quarterly Review S. 457:„daß die, unter den Griechen bemerkbare Verſchiedenheit im Grunde nicht auffallen koͤnne, da weſentlich verſchiedene Voͤlker durch Gleichheit des Glaubens in einem Lande verbunden werden, wo der Glaube die Hauptverſchiedenheit be⸗ gruͤndet. Auch unter den Bewohnern des eigentlichen Griechenlands findet man eben dieſe Verſchiedenheit, Ein Berg, einFluß, ſondert oft zwei ganz verſchiedene Staͤm⸗ me. Es iſt eine merkwuͤrdige Thatſache, daß der Befehls⸗ haber eines unlaͤngſt fuͤr unſern Dienſt geworbenen griechiſchen Regiments, um die Kriegszucht zu erhal⸗ ten, ſich genöthigt ſaͤh, ſeine Leute nach den Bezirken, aus welchen ſie ſtammten, in Compagnieen zu theilen.“

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