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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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82 werden. Wie ſehr hat ſich auch die Lage der Welt veraͤndert, ſeit Griechenland aufgehoͤrt hat, ein unab⸗ haͤngiges Volk zu ſein! Die Griechen, einſt geſittet und gebildet mitten unter Barbaren, ſtehen jetzt, mit den uͤbrigen Europaͤern verglichen, auf einer tiefern Stufe der Geſittung, und die ewigen Zwiſte und Fehden, welche in der bluͤhenoͤſten Zeit des Landes ſeine klei⸗ nen Staaten entzweiten, wuͤrden bei dem heutigen Zuſtande der geſitteten Welt, bald die Keime einer neuen Zerruͤttung entwickeln. Freiheit nur dem Nah⸗ men nach, wuͤrde aber, bei dem gegenwaͤrtigen Bil⸗ dungzuſtande und der Uneinigkeit des Volkes, vielleicht noch ſchlimmer ſein, als ſelbſt das Joch der tuͤrkiſchen Zwingherrſchaft.

So weit die engliſche Urſchrift, welche jene Be⸗ denklichkeiten gegen das Gelingen des Kampfes um die Unabhaͤngigkeit der Griechen, zu einer Zeit aͤuſſerte, wo das große Ereigniß ſich ſchon ahnen ließ. Ge⸗ wiß nicht ohne Gewicht ſind jene Zweifel, aber nicht minder gewiß war eben jenes druͤckende Joch der Tuͤr⸗ ken eine ſo wirkſame Urſache der Herabwuͤrdigung des Volkes, und ein ſo großes, ja das wichtigſte, Hinderniß zur Erfuͤllung der Grundbedingungen eines veredelten geſellſchaftlichen Zuſtandes, daß deſſen Ab⸗