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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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75 Was Guys*) von der Schoͤnheit und dem Aus⸗ drucke der griechiſchen und tuͤrkiſchen Muſik ſagt, iſt — aus der Luft gegriffen.

Wie niederſchlagend die Vergleichung zwiſchen den alten und den heutigen Griechen auch ſein mag, wer moͤchte ſich nicht gern uͤberreden, daß die ſittliche Wiedergeburt der Nachkommen des ruhmvollen Vol⸗ kes kein unwahrſcheinliches Ereigniß ſei! Eines we⸗ nigſtens iſt gewiß, ſie haben in neuern Zeiten auge⸗ fangen, ihre Aufmerkſamkeit auf gelehrte Thaͤtigkeit zu richten.„Nach einer Zwiſchenzeit von zwoͤlf Jahrhunderten, ſagt Haygarth, iſt ihre Leier wieder beſaitet, und iſt auch die Hand, welche die

Saiten ruͤhren ſoll, noch ungeſchickt, und der Geiſt, der die Dichtung eingibt, noch ſchwach, ſo muͤſſen

doch ſelbſt die roheſten Anſtrengungen der Abkoͤmm⸗ linge ſo erlauchter Ahnen immer anziehend ſein.“ Dieſe Anſtrengungen zu geiſtiger Veredlung ſind aber keineswegs roh, und ſind auch nicht erfolglos geweſen. Die Fortſchritte, welche man in den letzten dreißig Jahren in der alt⸗griechiſchen Sprache und in algge⸗

meiner Gelehrſamkeit gemacht hat, ſind ſehr bedeu⸗

*²) Voyage littéraire de la Grece, ou lettres sur les Grecs

anciens et modernes— N. A. Paris 1783, 2 Bde.

4. Ein angenehm geſchriebenes, aber nicht durchaus zuverlaͤſſiges Buch.