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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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74 ein Paar Stunden auf dem Ruhebette zugebracht,

ſo kam gewoͤhnlich Beſuch, und man begab ſich in

den Saal. Die Beſucher waren Griechen aus der Stadt, theils Verwandte, theils Freunde des Hau⸗ ſes, die ohne ausdruͤckliche Einladung kamen, um den Abend mit der Familie zuzubringen. Dieſe Art des geſellſchaftlichen Verkehrs iſt gewoͤhnlich in Joan⸗ nina, und ſehr angenehm, bis auf den Umſtand, daß die Frauen wenig Antheil daran nehmen⸗ Wenn ein Beſucher in's Zimmer tritt, gruͤßt er und wird gegruͤßt durch das Auflegen der rechten Hand auf die linke Bruſt, eine eben ſo einfache, als edle Begruͤßung. Hat er ſich auf den Divan nieder⸗ gelaſſen, ſo reicht man ihm Zuckerwerk, Kaffee und eine Pfeife, und darin beſteht in der That die ganze Bewirthung.“

Bei der gegenwaͤrtigen Herabwuͤrdigung Griechen⸗ lands, wuͤrde man ſich vergebens nach Fortſchritten in der Mahlerei und Bildhauerei umſehen, die nur unter einem reichen und gebildeten Volke gedeihen koͤnnen. Es iſt indeß nicht wenig merkwuͤrdig, daß man bei den Neuern ſo ganz alle Spuren dramati⸗ ſcher Darſtellungen vermißt, woran die Alten ſo viel Vergnuͤgen fanden. Gar nichts iſt davon uͤbrig ge⸗ blieben, und eben ſo wenig haben die heutigen Grie⸗ chen Neigung und Geſchicklichkeit zur Tonkunſt.

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