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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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tend, und in derſelben Zeit hat ſich das Romaik, die Volkſprache, dem Helleniſchen genaͤhert. Das Ro⸗ maik ſteht zu dem Alt⸗Griechiſchen ungefaͤhr in dem Verhaͤltniſſe, wie das Alt⸗Italieniſche zu dem La⸗ teiniſchen, ja vielleicht in einem noch naͤhern, weil das Helleniſche bis in ſehr ſpaͤte Zeiten gepflegt wurde; die Annaͤherung zu dem alt⸗ griechiſchen Muſter kann daher nicht wohl die Nachtheile haben, welche man von den neuerlich verbeſſerten Ausgaben der Lehrbuͤcher der heutigen Griechen beſorgt hat, und muß dagegen nothwendig beitragen, die Kenntniß der alten Schriftſteller unter ihnen neu zu beleben.

Die Griechen in Joannina ſind unter ihren Landsleuten wegen ihrer Gelehrſamkeit vor Andern beruͤhmt. Sie haben ſich zeither meiſt auf Ueber⸗ ſetzungen der beßten Werke aus neuen europaͤiſchen Sprachen beſchraͤnkt, welche durch die freigebige Un⸗ terſtuͤtzung ihrer Kauſleute im Auslande beſorgt wur⸗ den. Joannina beſitzt zwei Akademieen; die eine, unter Athanaſius Pſalida, gilt fuͤr eine der beßten Lehranſtalten der neugriechiſchen Literatur, die andere, fuͤr juͤngere Lehrlinge beſtimmt, wird von Valano geleitet, der ſeinem Vater, dem Verfaſſer einiger mathematiſchen Schriften, folgte. Der Arzt Sakallarius hat einige eigene Werke und Ueber⸗ ſetzungen herausgegeben. Koletti, gleichfalls Arzt,