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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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dieß von Natur ſchuͤchtern war, ſo ging er ſelten aus, und ich erinnere mich nicht, ihn mehr als ſechsmal auſſerhalb des Hofes ſeiner Wohnung geſehen zu haben. Seine Frau war indeſſen mit der Leitung des Hausweſens, oder mit Sticken, oder Seidenwe⸗ ben beſchaͤftigt. Die Knaben lernten in den Mor⸗ genſtunden unter der Aufſicht eines jungen Mannes das Romaik leſen und ſchreiben.— Die Zeit des Mittageſſens war gewoͤhnlich zwiſchen zwoͤlf und ein

Uhr, ward aber aus Gefaͤlligkeit gegen uns bis zwei

Uhr ausgeſetzt. War man im Speiſezimmer ver⸗ ſammelt, ſo reichte eine Magd, nach morgenlaͤndiſcher Sitte, der ganzen Tiſchgeſellſchaft nach einander ein Becken mit Seife, und goß aus einer kupfernen Kanne lauwarmes Waſſer auf die Haͤnde. Darauf ſetzte man ſich an den Tiſch, der bloß aus einer kreis⸗

foͤrmigen zinnernen Mulde beſtand, die noch immer

Trapeza heißt, und auf einen Stuhl geſtellt wird, aber ohne Tuch und ſonſtiges Zubehoͤr. Das Mit⸗ tageſſen beſtand gewoͤhnlich aus zehn bis zwoͤlf Schuͤſ⸗ ſeln, die nach einander von einem albaniſchen Diener, der ſeine Landestracht trug, auf den Tiſch geſetzt wurden. In den Gerichten war nicht viel Mannig⸗ faltigkeit, und die Aufzaͤhlung der Speiſen eines Mittagmahles mag als Probe der Lebensweiſe in einem vornehmen griechiſchen Hauſe hier Platz finden.

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