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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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die Bewunderung erweckt, und es iſt etwas in ihrem Aeuſſern und in ihrer Tracht, das die Fantaſie auf⸗ regt, weil es an die Sitte und Pracht des Morgen⸗ landes erinnert. Ihr Benehmen im Umgange iſt gewoͤhnlich anmuthig und einnehmend, und ich habe, ſowohl in meinem aͤrztlichen Verkehr, als in andern Verhaͤltniſſen, Griechinnen aus der vornehmen Klaſſe in Joannina gefunden, die ſich ſo gut betrugen, daß ſie in den meiſten europaͤiſchen Geſellſchaften an ihrem Platze geweſen ſein wuͤrden.“

Die Weiber auf dem Lande muͤſſen Feldarbeit verrichten, oft mit einem Kinde auf dem Ruͤcken. „Wenn ſie von einem Orte zum andern gehen, ſagt Hunt,*) tragen ſie nicht nur ihre Kinder auf dieſe Weiſe, ſondern haben oft auch noch einen hohen Krug auf dem Kopfe, Rocken und Spindel in den Haͤnden, und arbeiten fleißig im Gehen.“ Ihr Aeuſſeres hat jedoch einen Reiz und eine Schoͤnheit, die man auſſerhalb Griechenland nicht leicht findet. In Boͤotien zumahl ſollen die Zuͤge der jungen Maͤdchen ſich mehr als irgendwo dem ſchoͤnen Ideal der alten Kunſt naͤhern. Der Reiſende, der die Quelle Hercyna, unweit der Hoͤhle des Thropho⸗ nius in Livadia, oder die Ouelle der Dirce bei

*) In Walpole's Sammlung,.