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falles der weiblichen Reize in Griechenland. Selten ſind die Maͤdchen uͤber funſzehn Jahre alt, wenn ſie heirathen, ja oft noch weit juͤnger; ſie fuͤhren ein ſitzendes, eingezogenes Leben, und das Klima ſelbſt bewirkt Abſpannung.„Es verkuͤrzt, ſagt Hol⸗ land, die Bluͤte der Jugend und die Schoͤnheit des reifern Alters; es vermindert die Zeit der geiſtigen Ausbildung, und macht dadurch den letzten Lebens⸗ abſchnitt laͤſtiger an ſich und minder angenehm, min⸗ der wuͤrdig fuͤr Andre.“ Dieſer Beobachter gibt uns folgende Schilderung von den Griechinnen. „Im Umgange ſind ſie zwar ungemein lebhaft, aber es fehlt ihrer Unterhaltung an dem Reize der Man⸗ nigfaltigkeit. Sie leſen nur wenig und ſind Skla⸗ vinnen vieler aberglaͤubigen Gefuͤhle und Gebraͤuche.
„Das Benehmen der Griechinnen hat eine gewiſſe
Traͤgheit, welche zwar durch Stellung, Anzug und Beziehung auf morgenlaͤndiſche Sitten fuͤr den Fremden anziehend werden kann, die aber doch bald durch ermuͤdende Einfoͤrmigkeit ihren Reiz verlieren muͤßte. Alle ihre Bewegungen ſind langſam und matt; alle Beſchaͤftigungen, welche ſie vornehmen, werden mit einer gewiſſen Verdroſſenheit vollzogen, die jeden Augenblick wieder in Unthaͤtigkeit uͤberzu⸗ gehen ſcheint. Man kann indeß nicht laͤugnen, daß in ihrem Betragen eine weibliche Sanftheit herrſcht,
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