67 Thebe beſucht, witd dieß ſelbſt bei den gemeinen Waͤſcherinnen beſtaͤtigt finden, die ſich hier verſam⸗ meln. Ihr Profil iſt den Zuͤgen der alten Statuen, oder der Geſtalten auf den Vaſengemaͤhlden aͤhnlich. Das Geſicht iſt eirund, die Naſe macht gewoͤhnlich eine gerade Linie mit der Stirne, und die Augen ſind groß, ſchwarz und glaͤnzend. 1 Trunkenheit iſt ein, faſt ganz unbekanntes La⸗ ſter unter den heutigen Griechen, und in dieſer Hin⸗ ſicht ſind ſie ganz verſchieden von ihren Altvordern. Auch im Eſſen ſind ſie weit einfacher. Fiſche, Gefluͤ⸗ gel und Reiß, auf verſchiedene Art bereitet, geben die Hauptgerichte in den Kuͤchen der Reichen, und geſalzne Oliven, grobes Brod, Honig und Zwiebeln,
ſind jetzt, wie es immer der Fall geweſen zu ſein
ſcheint, die Nahrung der geringern Klaſſen. Die Bauern in dem fruchtbaren Thale von Theſſa⸗ lien und vom Tempethale laͤngs der Oſtkuͤſte bis nach Attika, ſind wohl eben ſo wohlhabend,
als die Landleute in andern Gegenden von Griechen⸗
land, und doch begnuͤgen ſich ſelbſt die Reichſten un⸗ ter ihnen mit einer Wohnung, die wir eine elende Huͤtte nennen wuͤrden, worin man nichts findet,
als einige Kochgeſchirre, und ein großes, ungefaͤhr
fuͤnf Fuß hohes Gefaͤß von Weidengeflecht, das mit Lehm uͤberzogen und mit Getreide gefuͤllt iſt. Der 5*


