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foderten Geldes gekauft, und wollte ihn ſelber ur⸗
theilen laſſen. Die Frau ward herbei geholt, und
der Mainote ſah zu ſeinem groͤßten Erſtaunen ſeine eigene Frau, da ſein Mitbruder ihm den Vorſprung abgewonnen hatte. Nichts blieb nun uͤbrig, als dem Hauptmann auch die andre Frau füͤr ſein Gebot zu uͤberlaſſen, und die beiden Ehemaͤnner hielten es fuͤr das Beßte, ſich zu vertragen, und ihre Bemuͤhungen zur Wiedererlangung ihrer Weiber zu vereinigen, um nicht fuͤr immer ein Gegenſtand des Spottes ihrer Landsleute zu werden.
Nur ſehr wenige Reiſende haben ſich unter die Mainoten gewagt; aber das Schrecken, welches die⸗ ſes Volk einfloͤßt, ſcheint mehr eingebildet, als ge⸗ gruͤndet, und aus ihrem tiefgewurzelten Haſſe gegen die Tuͤrken entſtanden zu ſein. Sibthorp und Morrit, die im Jahre 1795 durch das Gebiet von Maina zogen, fanden die Gemuͤthsart der Be⸗ wohner den gewoͤhnlichen Schilderungen gerade ent⸗ gegengeſetzt. Ueberall wurden ſie mit Aufmerkſam⸗ keit und Freundlichkeit behandelt. Sie hatten Urſache zu glauben, daß die Freundſchaft der Mainoten un⸗ verbruͤchlich ſei, wie verraͤtheriſch und grauſam auch ihre Feindſeligkeit ſein moͤge, und daß ein Fremder in ihrer Mitte ein eben ſo heilig geachtetes Gaſtrecht genieße, als unter den Arabern. Jeder Haͤuptling


