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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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Guilletiere*) im Jahre 1669 Griechenland bereiſete, war es unſicher fuͤr Schiffe, ſich dem ſuͤd⸗ lichen Vorgebirge von Maina zu naͤhern. Reihen von Felſengrotten an der Kuͤſte dienten den Moͤn⸗ chen oder Prieſtern als Zellen und Einſiedeleien, wo ſie, immer auf der Lauer, bei der Annaͤherung von Schiffen, ein Zeichen gaben, und zur Belohnung den Zehnten der Beute zum Vortheile der Kirche erhielten. Tuͤrken und Chriſten wurden ohne Unterſchied ge⸗ fangen und als Sklaven verkauft, die Tuͤrken an Chriſten, und die Chriſten an Tuͤrken; ja ſie raub⸗ ten und verkauften ſogar einander ſelbſt. Jener Reiſende berichtet einen luſtigen Vorfall, der ſich zwei Tage vor ſeiner Ankunft an der Kuͤſte ereignete. Zwei Seeraͤuber zankten ſich uͤber die Beute eines geraubten Schiffes aus Venedig, und einer von ihnen erſah die Gelegenheit, ſeines Freundes Weib zu rauben, um ſie dem Hauptmanne eines Raub⸗ ſchiffes aus Malta zu verkaufen, das eben auf der Rhede lag. Der Schiffhauptmann fand den Preis zu hoch und verſicherte dem Verkaͤufer, er habe ſo eben eine weit huͤbſchere Frau fuͤr die Haͤlfte des ge⸗

*) Lacedémone antique et nouvelle, où P'on voit les moeurs et les coustumes des Grecs modernes, des Mahometans et des Juifs— Paris 1676, 2 Bde. 12⸗