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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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empfing die Reiſenden mit ausgezeichneten Beweiſen von Wohlwollen und Gaſtfreundſchaft, geleitete ſie bei der Abreiſe jedesmal ſicher zu dem naͤchſten Haͤupt⸗ linge, und Alle wuͤnſchten ſo eifrig, die Fremden zu bewirthen, daß die beiden Reiſenden ſahen, man wuͤrde es fuͤr eine Beleidigung halten, wenn ſie einen Haͤuptling voruͤber gehen wollten, ohne ihm einen Beſuch zu machen.

Dieſe ſehr zahlreichen Haͤuptlinge der Mainoten wohnen in viereckigen, ſtark beveſtigten Thuͤrmen. In der Ausuͤbung ihrer Gewalt gleichen ſie, in man⸗ cher Hinſicht, den Haͤuptern der ehemaligen Clane im ſchottiſchen Hochland. Sie liegen haͤufig in Feh⸗

den mit einander. Zu Hauſe ſind ſie Richter ihres

Stammes, im Felde ſeine Kriegsfuͤhrer. Der maͤch⸗ tigſte Haͤuptling hat den Titel Bej. Er unterhan⸗ delt mit den Tuͤrken uͤber die jaͤhrliche Abgabe; denn kein Tuͤrke darf in irgend einem Theile des Gebietes von Maina wohnen.„Hier, ſagt Sibthorp, ſcheint die Natur des Menſchen ihre aufrechte Ge⸗ ſtalt wieder anzunehmen, und wir ſahen nichts mehr von der Knechtsgeſtalt des Gemuͤthes und des Leibes, wodurch die, von den Tuͤrken unterjochten Griechen ſich auszeichnen.“ Jeder Mann traͤgt ſeine Kugel⸗ buͤchſe, und jede Frau wird in den Waffen geuͤbt. Bei jedem Dorfe iſt ein Freiplatz, wo die Knaben 4 3