21
nahe liegen. Sie koͤnnten, unter andern, große Vortheile von ihrer ausgedehnten Seekuͤſte ziehen, wo es eine Menge von trefflichen Fiſchen gibt, be⸗ ſonders Makrelen, Zungenſchollen, Steinbutten, Barben, auch Hummern, Auſtern und Kammmu⸗ ſcheln; aber die Griechen ſind, wie vermuthlich auch ihre Vorfahren, ſehr ungeſchickte Fiſcher. Man ſollte glauben, daß die große Menge ihrer Faſttage, welche mehr als die Haͤlfte des Jahres ausmachen, ihnen wenigſtens Aufmunterung, wenn auch nicht Geſchicklichkeit, in ihrem Gewerbe geben koͤnnte; in der ſtrengſten Faſtenzeit ſind jedoch ſelbſt friſche Fiſche verboten, und man zieht immer geſalzenen Stockfiſch und Kaviar vor, die man von Fremden kauft.—
Die kleinen Staͤdte und Doͤrfer, welche in den Thaͤlern und auf den Abhaͤngen des Pindusgebirges und deſſen zahlreichen Zweigen zerſtreut ſind, gehoͤren zu den merkwuͤrdigſten Theilen des griechiſchen Hoch⸗ landes. Die Bewohner ſind ein Gemiſch von Grie⸗ chen, Albaniern und Wallachen und meiſt Chriſten. Unter ihnen ſind die Vlaki,(wahrſcheinlich aus der Wallachei) nach Hollands Berichte, ein kuͤhnes, regſames Volk, regelmaͤßig in ihrer Lebensweiſe und minder wild, als die Albanier. Waͤhrend der Som⸗ mermonate wohnen ſie mit ihren Heerden auf dem


