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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
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Pindusgebirge, und im Winter verbreiten ſie ſich auf

den Ebenen, wo ſie Zelte und Huͤtten aufſchlagen.

Holland beſchreibt*) uns folgendermaßen einen Schwarm dieſer wandernden Hirten: Der Reiter⸗

ſchwarm, durch welchen wir kamen, war wenigſtens zwei(engliſche) Meilen lang, und nur ſelten unter⸗ brochen. Die Auswanderer hatten uͤber tauſend Pferde bei ſich, die hauptſaͤchlich dazu beſtimmt wa⸗ ren, die tragbaren Wohnungen und die bewegliche Habe des Stammes fortzuſchaffen. Alles dieß war ungemein nett und gleichfoͤrmig gepackt. Die klei⸗ nern Kinder waren auf verſchiedene Weiſe auf dem Gepäcke angebracht; Maͤnner, Weiber und aͤltere Kinder aber gingen meiſt zu Fuße. Alle ein geſun⸗ der, kraͤftiger Menſchenſchlagaber ihre Lebensweiſe war in ihrem wilden, rauhen Aeuſſern ſtark ausge⸗ druckt. Die meiſten Maͤnner trugen weiße Kleider von grobem Wollenzeuge; der Anzug der Weiber war von demſelben Stoffe, aber bunter und ge⸗ woͤhnlich auf der Bruſt mit Borten verziert. Die Unterroͤcke der Weiber reichten kaum bis unter die Kniee, und ließen faſt die ganze Laͤnge der Struͤmpfe ſehen, die von vielfarbiger Wolle, roth, hochgelb, weiß und mattgelb waren. Faſt alle junge Weiber

*) Im angefuͤhrten Werke, S. 152.