—
18
ſagt, der Geruch deſſelben halte die Fliegen davon ab. Die Athener lieben den Honig ſehr, nehmen ihn faſt zu allen Gerichten, und glauben, wie ihre Vorfahren, daß er die Geſundheit und Lebenskraft erhalte. Die Berge Griechenlands, groͤßtentheils Kalkge⸗ birge, zeigen nichts Großartiges, oder Mahleriſches in ihrer Geſtalt; viele von ihnen aber ſind gut hewaldet und liefern Nutzholz in Ueberfluß zum Schiff⸗ und Haͤuſerbau. Wenige Laͤnder haben einen erleſenern Reichthum von ſchoͤn bluͤhenden Geſtraͤuchen. Der Lorberbaum(Laurus nobilis, Alom) deſſen Bee⸗ ren den Griechen ein wohlriechendes Oehl zum Sal⸗ ben der Haare geben, faßt den Rand jedes Huͤgels ein. Der Oleander(Nerium Oleander, zigo- 22m) gruͤnt an den Ufern des Ilyſſus und jedes Bergſtroms; die Bluͤten deſſelben dienen zum Schmucke des Haares und mit den Zweigen bedeckt man in Athen den Bazar.*) Die Baͤrentraube (Arhutus unedo, 2onagua) iſt haͤufig auf den
penteliſchen Gebirgen. Die Frucht des Baumes wird als Leckerbiſſen geſchaͤtzt, und aus dem Holze die
griechiſche Hirtenfloͤte(Qduμ) gemacht. In Zante zieht man ein geiſtiges Waſſer und einen ————— 8
*) Marktplatz.


