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Griechenland und die Griechen / nach dem Englischen bearbeitet von W. A. Lindau
Entstehung
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Kälte ſelten ſtrenge, die Hitze weniger druͤckend, der Regen minder haͤufig. Die Sommerhitze wird in Athen, durch die Regelmaͤßigkeit des Windes ge⸗ mildert, der um zehn Uhr zu wehen beginnt, und dann den ganzen Tag dauert. Dieſer Verſchieden⸗ heit der Luft wurde bekanntlich die Verſchiedenheit in der Gemuͤthsart der Boͤotier und Athener zugeſchrie⸗ ben. In Athen ſteigt die Luftwaͤrme ſelten uͤber 88 oder 96 Grad Fahrenheit, und faͤllt eben ſo ſel⸗ ten auf den Gefrierpunkt. Die ungemeine Trocken⸗ heit des Klima's hat, nach Dodwells Bemerkung, ſehr zur Erhaltung der alten Gebaͤude in Athen beigetragen, die, trotz aller Verwuſtung, nöch ein fri⸗ ſches Anſehen haben. Athen iſt im Ganzen ge⸗ ſund, andre Gegenden Griechenlands aber ſind gerade das Gegentheil waͤhrend der Hitze des Sommers, beſonders die Sumpflaͤnder und Reißfelder.Die ganze Kuͤſte von Achaja ſagt Haygarth iſt ſehr ungeſund und voll von Suͤmpfen; das kraͤnk⸗ liche Anſehen der Inwohner, die ich ſah, war mir auffallend. Sie iſt die entvoͤlkertſte Gegend von Griechenland.

Die hoͤchſten Kuppen des Hauptgebirges ſind neun Monate lang mit Schnee bedeckt, und in den Hoͤhlen und Schluͤchten einiger Gebirge findet man ſtets Schneelagen. Den Parna ſſus hielt man