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Luzie war nach dem Ausſpruche der Aerz⸗ te, die eilig herbei gehohlt wurden, in großer Gefahr. Sie blieb waͤhrend der ganzen Nacht irrſinnig. Bei Tagesanbruche ſiel ſie in gaͤnz⸗ liche Unempfindlichkeit. Am naͤchſten Abend erwarteten die Aerzte die Entſcheidung der Krankheit. So geſchah's. Sie erwachte aus ihrer Betaͤubung mit anſcheinender Ruhe und ließ ihren Nachtanzug in Ordnung bringen; aber kaum hatte ſie ihre Hand an den Hals gelegt, als ob ſie das ungluͤckliche blaue Band ſuchen wollte, da ſtuͤrmten Erinnerungen auf ſie ein, die ihr Gemuͤth und ihre erſchoͤpften Kraͤfte nicht zu ertragen vermochten. Es folg⸗ te Zuckung auf Zuckung, die mit dem Tode endigten, ohne daß ſie im Stande geweſen waͤre, ein Wort zur Erklaͤrung des ungluͤckli⸗ chen Auftrittes auszuſprechen.
Der Beamte des Bezirkes erſchien am folgenden Tage, und erfuͤllte mit der zar⸗ teſten Schonung die Pflicht ſeines Berufes. Es ließ ſich jedoch nichts entdecken, das


