181 dem Fenſter geſtuͤrgt, als Einer von den Su⸗ chenden, ſeine Fackel tiefer haltend, etwas Weißes in der Ecke des altfraͤnkiſchen Kamins entdeckte. Hier ſaß die Ungluͤckliche zuſammen⸗ gedruͤckt, ihre Haare in wilder Verwirrung, ihr Nachtgewand zerriſſen und mit Blute be⸗ fleckt; ihre Blicke waren ſtier und aus ihren krampfhaft entſtellten Zuͤgen blickte ein wilder Anfall von Wahnſinn hervor. Als ſie ſich ent⸗ deckt ſah, ſprach ſie unverſtaͤndliche Worte, ſchnitt Geſichter und zeigte auf die Anweſenden mit ihren blutigen Fingern, mit den wuͤthen⸗ den Gebehrden wahnwitziger Freude.
Man rief ſchnell weibliche Hilfe herbei, Die Ungluͤckliche wurde, nicht ohne Anſtren⸗ gung, uͤberwaͤltigt. Als man ſie uͤber die Thuͤrſchwelle fuͤhrte, blickte ſie nieder, und ſprach die einzigen vernehmlichen Worte, die ſie bis jetzt hatte hoͤren laſſen, mit einer Art von freudigem Grinſen fragend:„So, habt Ihr ihn aufgehoben, Euren allerliebſten Braͤu⸗ tigam?“ Ihre ſchaudernden Begleiter brachten
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