18 gleich Lady Afhton dem Diener beſonders befahl, dem Hauptmann Craigengelt auf das Sorgfaͤl⸗ tigſte aufzuwarten. Der Marquis und Edgar blieben allein, um ſich ihre Bemerkungen uͤber die empfangene Aufnahme mitzutheilen, waͤh⸗ rend Aſhton ſeiner Gemahlinn, wie ein ver⸗ urtheilter Verbrecher, in ihr Zimmer folgte. Als die beiden Gatten allein waren, mach⸗ te Lady Aſhton den Regungen ihres heftigen Gemuͤthes Luft, welche ſie, des Anſtandes hal⸗ ber, nur mit Muͤhe unterdruͤckt hatte. Sie ſchloß die Thuͤre hinter dem beſtuͤrzten Ge⸗ mahl, zog den Schluſſel heraus, und mit ei⸗ nem Blicke, der Entſchloſſenheit und Empfind⸗ lichkeit verkuͤndete, richtete ſie an ihn die Wor⸗ te:„Ich wundere mich nicht ſehr uͤber die
Verbindungen, die Ihr waͤhrend meiner Ab⸗
weſenheit geſchloſſen habt; ſie paſſen ganz zu Euerer Herkunft und Erziehung, und wenn ich etwas anders erwartete, ſo bekenne ich gern, daß ich mich geirrt, und dadurch die Taͤ ſchung verdient habe, die Ihr mir bereitetet.


