Schloß Ravenswood ſogleich zu verlaſſen, oder um Luzie Aſhton zu werben. Aber wenn ihr reicher, maͤchtiger Vater ihn zuruͤckwies? Um die Hand einer Aſhton zu bitten, und abge⸗ wieſen zu werden— gaͤb' es eine groͤßere Schmach? Ich wuͤnſche Ihr alles Gute, ſprach er zu ſich ſelber, und um Ihretwillen verzeihe ich die Beleidigungen, die ihr Vater meinem Hauſe zugefuͤgt hat. Aber nie— nein, nie will ich ſie wiederſehen!
Mit bitterem Schmerze entrang er ſich dieſen Entſchluß, eben als zwei Wege ſich ſchie⸗ den, wovon der eine zum Niyenborn fuͤhrte, wo ihn Luzie erwartete, der andere, ein weit gekruͤmmter Pfad, ſich zum Schloſſe zog. Ed⸗ gar blieb einen Augenblick ſtehen, im Begriffe, den letzten Weg zu waͤhlen, und erwog, wie er ein Betragen entſchuldigen wollte, das auffal⸗ lend erſcheinen mußte.„Ploͤtzliche Nachrich⸗ ten von Edinburg— irgend ein Vorwand— nur nicht laͤnger hier gezoͤgert! ſprach er zu ſich ſelber, als der kleine Heinrich halb athem⸗


