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einen großen leeren Schrank, deſſen Schluͤſſel ſteckte, und der in einer Ecke des weitlaͤuftigen Zimmers daſtand. Nun begann die laͤcherlichſte Pantomime, die man ſehen konnte. Der Rath hatte naͤmlich die Gewißheit, der Jude ſtecke in dieſem Schranke und deutete dies Hanns mit grellen Gebehrden an. Dann winkte er ihn in ſeine anſtoßende Stube und zog leiſe die Thuͤr nach ſich zu. 3
Mamſell Jacobe, die eben an Lieschens Thuͤr ſo Manches erlauſcht zu haben glaubte, war wie gewoͤhnlich— wenn ſie aus der Kuͤche ſich fort⸗ ſtahl— mit einer Bratpfanne in der Hand, heruntergekommen, um ihrem Bruder eine Mit⸗ theilung hieruͤber zu machen. Da ſie ſtets auf Filzſohlen, um Alles beſſer behorchen zu koͤnnen, einherſchlich, ſo war ſie ungehoͤrt zur Thuͤr des Vorzimmers gekommen und hatte bemerkt, wie ihr Bruder und Hanns ſich Zeichen vormachten, als waͤren ſie vom Veitstanze geplagt.
Nachdem Beide fort waren, trieb ſie die Neu⸗ gier den Schrank zu oͤffnen, dem die Zeichen offenbar gegolten hatten.
Sie hatte aber kaum den Schluͤſſel umge⸗
dreht, als ſie die Schritte der Zuruͤckkehrenden


