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1 ganzen Morgen ein Kommen und Gehen, Be⸗ kannte und Unbekannte. Erſt ein Herr Raſch⸗ mann aus Frankfurt, dann ein Mann mit einem Schnauzbart—“
„Schnauzbart?“ ſchrie wild der Rath.
„Nicht unſer Friede,“ ſagte Hanns,„die gingen dann wieder zur Thuͤr hinaus, der Herr Raſchmann und der Schnauzbaͤrtige. Nun kommt aber das Beſte— ein fremder Jude—“
„Iſt ein Jude das Beſte, Eſel!“ rief unge⸗ duldig Puttfarken.
„Unterbrechen Sie mich nicht, denn ich kann ſo nicht ordentlich erzaͤhlen,“ fuhr Hanns fort.— „Dieſer fremde Jude fragte nach Mamſel Lieschen, und ging die Treppe hinauf, als waͤre er ganz bekannt. Ich ſagte, er moͤchte nur ins Vorzim⸗ mer treten, ich wollte Lieschen herunterholen. Halt, denk ich mir, du kannſt lange warten, und laufe ſchnell zu Mamſell Schweſter, die ihn aus⸗ forſchen ſoll. Die Mamſell iſt, beim Henker, grade auch nicht zu finden und zieht ſich an. Bis ſie mich hereinlaͤßt, ich ihr Alles mittheile, und wir nach dem Vorzimmer herunterkommen, iſt dies leer, kein Jude zu hoͤren noch zu ſehen, und wir ſtehen da und haben das Nachgucken. Aber mit⸗ genommen hat er nichts.“


