Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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9.

Waͤhrend Puttfarken nun ſeinen geliebten Befreier, den jungen Raſchmann, ſntuͤndlich er wartete, war Alles ruhig im Hauſe geblieben.

Lieschen war Nachts in ihrem Zimmer, es gab nichts zu erlauſchen und die Waͤchter brachten am Morgen weder Spaͤhne noch ſonſt Ver⸗ daͤchtiges.

Puttfarken gab ſich der angenehmen Hoffnung hin, das geheime Gericht ſei vielleicht durch die geheime Polizei entdeckt, und von der oͤffentlichen ſodann aufgehoben worden, und die Gefahr ſei fuͤr diesmal gluͤcklich voruͤber. Wenn auch Nie⸗ mand in der guten Stadt Nuͤrnberg bis jetzt et⸗ was von einer geheimen Polizei geahnet hatte, ſo dachte Puttfarken bei ſich ſelbſt: von einem heim⸗ lichen Gerichte ahnen ſie auch nichts, die Schaſs⸗ koͤpſe! und doch iſt es, da es Spaͤhne aus Thuͤren ſchneidet!

Er waͤre wieder ganz ruhig geweſen, haͤtte nicht Jacobe jeden Leckerbiſſen, den ſie dem Bru⸗ der bereitete, mit einer Bruͤhe von Beſorgniſſen und Beaͤngſtigungen verſehen, die ſie ihm in großen Doſen nachzuſchlucken gab.

Eines Tages, da er ihren entſetzlichen Muth⸗ maßungen entgehen wollte und zeitig einen Freund