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„Du mußt mir noch eine Bitte gewaͤhren“ — ſagte Hugo abermals ſchmeichelnd.
Doriflea nickte ſtumm mit dem Kopfe.
„Du erſcheinſt nicht bei der Tafel, Kind,“ ſetzte Hugo ſchnell hinzu.„Ich kann Dich noch nicht als Gattin dem Kreiſe vorſtellen, in dem wir uns hier bewegen und kann auch nicht zugeben, daß Du an der ſogenannten Marſchallstafel ſitzeſt. Die Graͤfin, meine Gattin“—
„Ach“— unterbrach ihn hier Doriflea mit einem tiefen Seufzer—
„Wird es Dir ſo ſchwer?“ fragte Hugo beſtuͤrzt.
„Nein, nein,“ ſprach ſie leiſe,„aber es iſt mir manchmal wie ein Traum, daß ich Deine Gattin bin, kann es denn ſein? Bin ich es denn wirklich?“—
„O uͤber das naͤrriſche Kind!“ rief hier die Werdenberg,„und kann es denn anders ſein? Wenn je ein Zweifel Dir daruͤber aufſteigt, ſo erinnere Dich doch nur daran, daß ich mit unter den Zeugen war, als der alte, ehrwuͤrdige Prieſter Eure Haͤnde mit der heiligen Stola umwand.“
Doriflea trocknete die Augen.„Und wann?“ fragte ſie leiſe.
„Morgen mit dem Fruͤheſten“— war Hu⸗ go's Antwort.
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