35
Haus fuͤr die Liebe, unbelauſcht, feſt und bequem. Dort in weiten, alterthuͤmlich reichen Gemaͤchern, von den Geiſtern meiner heldenmuͤthigen Altvordern beſchuͤtzt, ſoll mein Erſtgebornes das Licht des Tages erblicken. Dort“— hier zog er ſie wieder in ſeine gluͤhende Umarmung,„ſoll Graͤfin Do⸗ rothea eine neue Laufbahn beginnen und an der Hand ihres Gatten wieder in die Welt treten.“
„Und wirſt Du um mich ſein, Hugo?“ fragte Dorothea beſtuͤrzt.„Nur Dich zu haben iſt mein Wunſch— dann iſt mir jede Einſamkeit ja recht.)
„Ich werde Dich nicht verlaſſen,“ entgeg⸗ nete Hugo und ſah ihr ernſt ins thraͤnende Auge.
„Und wirſt Du mich Deinem Vater vor⸗ ſtellen?“ fragte Doriflea weiter.
„Sobald der rechte Zeitpunkt da ſein wird,“ ſagte Hugo beruhigend,„der hoffentlich nicht lange mehr ausbleiben kann.“
Eine innere Beſorgniß erwachte in der arg⸗ wohnloſen Bruſt der Gattin.
„Und werde ich Deinen Vater hier bei den Feſten ſehen? ich hoͤrte von der guten Werdenberg, daß er auch hier iſt— ich bitte Dich, zeigt ihn mir Morgen nur mit einem leiſen Winke, wenn ich bei der Tafel erſcheine.“—
3 ℳ⁴


