Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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und Buſen verhuͤllenden Entre-deux von weißem Atlas abnehmend, ſagte ſie freudig, und ohne ſich zu ſetzen:„Er iſt draußen, Doriflea!“

„Wo? warum kommt er nicht?“ rief dieſe, ſich erhebend.

Die Werdenberg eilte winkend zur Thuͤr und herein ſtuͤrzte ein junger Mann von hohem Wuchſe, den Doriflea in die offenen Arme nahm und zu wiederholten Malen ans Herz druͤckte.

Lange hoͤrte man keine Worte und die Freun- din trat ans Fenſter, um die Wiederſehensfeier durch nichts zu ſtoͤren. Graf Hugo hatte lange vor Doriflea Italien verlaſſen, um— wie er vor⸗ gab— Familienverhaͤltniſſe zu ordnen, und Alles zum Empfange ſeiner Gattin im vaͤterlichen Hauſe vorzubereiten.

Nachdem der erſte Sturm der Leidenſchaft voruͤber war und Doriflea den Grafen zu ſich ge⸗ zogen hatte und nun auch die treue Freundin ſich vom Fenſter weg nach ihnen wandte, da gewahrte ſie nicht ohne Aengſtlichkeit eine Wolke truͤber Sorge auf des Gatten Stirn, welche ſelbſt der eben dar⸗ uͤber hingezogenen Wonne nicht gewichen war.

„Was iſt Dir, mein Hugo?“ ſprach ſie zit⸗ ternd, indem ihr Blick lang und ſchmerzvoll auf dem ſeinigen ruhte.„Ich ſehe Dich nicht ſo heiter wieder, als ich mir's traͤumte.“