Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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Nach einem halben Jahre hatte Graf Hodig die Gnade, durch ſeinen Leibjaͤger dem Schul⸗ meiſter einige Zeitungsblaͤtter aus Wien zu ſenden, worin gleich unter den Zeilen, die vom Generalfeld⸗ marſchall Gideon von Loudon meldeten, einer Saͤn⸗ gerin Doriflea Erwaͤhnung geſchah, die das Wunder Italiens genannt wurde, und der Jaͤger mußte

muͤndlich dabei die Bemerkung ausrichten, die Sig⸗

nora Doriflea ſei keine Andere als Doris Heller von Roswalde. 4.

Am erſten Abende nach ihrer Ankunft ſaß Doriflea allein in die Ecke ihres Sophas gedruͤckt und uͤberdachte ihr durchflogenes Leben. Die Lichter brannten duͤſter, die Vorhaͤnge an den Fenſtern waren zugezogen, und der gewoͤhnliche Laͤrm, der den Schloßplatz belebte, noch vermehrt durch die Ankunft des Koͤnigs von Preußen und ſeines zahl⸗ reichen Gefolges, wurde von ihr uͤberhoͤrt, da ein anderes nicht minder geraͤuſchvolles Treiben ihr Inneres ganz erfuͤllte.

Es war ihr, als betraͤte ſie zum erſten Male das Land der goldenen Verheißungen an der Hand ihrer beiden Fuͤhrer, der Frau von Werdenberg und des Maeſtro Raſioli. Sie ſah ſich geblendet von der neuen Umgebung und von Stufe zu Stufe zu immer erhoͤhetem Glanze ſteigend.

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