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oder was ſie davon begriffen, erfuͤllte ſie mit Sor⸗ gen. Der Alte begnuͤgte ſich damit, ihr immer die Tugend und ſeine grauen Haare ins Gewiſſen zu rufen, da er es ja doch nicht anders zu hachen im Stande war.
Das Schickſal des Maͤdchens entfaltete ſich
indeß immer glaͤnzender und endlich bedeckten die
Flitter, welche ihre Laufbahn umgaben, immer mehr die Abgruͤnde, an denen ſie voruͤberfuͤhrte. Des Schulmeiſters Gemuͤth beruhigte ſich nach und nach und er hatte ſelbſt ſeine Frau beſchwichtigt.
Da erſchien der Zeitpunkt der Abreiſe nach Italien.
Ein Wagen rollte vor das Schulhaus und Frau von Werdenberg und Doris wurden von Rafioli aus dem Wagen gehoben.
Mit tiefer Trauer empfing das alte Paar die Nachricht, daß ihre Tochter nach dem fernen Lande ſchon Morgen ziehen werde, um dort einige Jahre zu bleiben.
„Und haͤtteſt Du denn Dein Gluͤck michr hier finden koͤnnen?“ fluͤſterte ihr leiſe und verzagt der alte Vater zu, als ſie ſich weinend auf ſeine Hand beugte. 3
Die Mutter und Luiſe mit ihrem Verſpro⸗ nen, einem jungen Schmiedemeiſter aus dem? waren hinzugetreten, waͤhrend die Werdenberg und


