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gnaͤdiges Wort mit ihr; ſo waren es andere Cir⸗ kel, wo ſie ſtrahlte, wo ſie die Sonne war, um die ſich Alles drehte.
Frau von Werdenberg verſammelte oftmals in den von ihr bewohnten Gemaͤchern die ausgewaͤhl⸗ teſte Bluͤthe der im Schloſſe verſammelten Kuͤnſtler und nur aus beſonderer Gunſt wurde es den vor⸗ nehmſten Cavalieren geſtattet, an diefen Geſellſchaf⸗ ten, wo die Eſſenz alles Geiſtreichen und Pikanten vereinigt war, Theil zu nehmen. Hier nun feierte Doris die glaͤnzendſten Triumphe und ihre zaͤrtliche Freundin, ihre erfahrene Lehrerin, ſah mit Entzuͤcken ihre Siegesbahn beginnen.
Aber weiter hinaus mußte ſich dieſe erſtrecken. In Doris ſollte die Welt bald eines der erſten Talente anſtaunen, es bedurfte nur einer leiſen Anregung bei dem Grafen und die Tochter ſeines Schulmeiſters wurde zu ihrer fernern Kunſtbil⸗ dung nach Italien geſandt. Der Maeſtro Na⸗ fioli und die Werdenberg begleiteten den lieb⸗ lichen Engel und verſprachen es, die vollendete Saͤn⸗
gerin in Kurzem in die Heimath zuruͤckzubringen.
Der ehrliche Schulmeiſter und ſeine alternde
Frau ſchuͤttelten bedenklich den Kopf bei den nur
ſehr ſeltenen Beſuchen, die ihre Doris ihnen ab⸗
ſtattete. Was ſie ihnen erzaͤhlte von ihren Pla⸗
nen und Ausſichten, begriffen ſie zum Theil nicht, 2 X


