Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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men Leuten, die zu jeder Zeit dort verſammelt waren, ihre Sitten abzuſchleifen.

Bald waren dieſe auch ſo abgeſchliffen, daß ſie nichts mehr zu wuͤnſchen uͤbrig ließen. Die ungeheuere Luſt, welche Doris beſeelte, ſich in dieſer Sphaͤre auszuzeichnen, machte ihr jede Muͤhe leicht. Sie legte ab und eignete ſich zu, ſie verbeſſerte ihre Natuͤrlichkeit, wie Alle mit Freuden wahrnahmen und in Kurzem war das gepuderte, geſchniegelte und durch die dermalige Mode verunſtaltete Weſen fertig, welches in Doris nicht mehr die arme Schulmeiſterstochter vermuthen ließ. Die Herren waren entzuͤckt von ihrer Lieblichkeit und ihrer Kunſt, und die Damen ſahen neidiſch auf ſie her⸗ ab und verſchmaͤhten ihren Umgang.

Ein ſicherer Beweis, daß ſie ihnen gefaͤhrlich war.

Eine einzige Dame, die Frau von Werden⸗ berg, welche nicht heimiſch in dieſer Gegend, aber durch ihre große Kunſtliebe nach Roswalde gezogen war, nahm ſich ihrer freundlich an und wuͤrdigte ſie ihres beſtaͤndigen Umgangs.

Ward auch Doris bei großen oͤffentlichen Ge⸗ legenheiten uͤberſehen, bemerkte die erlauchte Dame des Schloſſes ſie nicht eben gern in ihrer naͤchſten

Umgebung, und ſprach der Graf nur nach einer

ihrer unuͤbertrefflichen Leiſtungen in Concerten ein

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