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trat zum Fenſter, oͤffnete ſeine Weſte und legte die ſchmale, ſchwarze Halsbinde ab.
„Ah,“ rief er mit kraͤftigem Nachdrucke, als er den wohlthaͤtigen Einfluß der Nachtluft ver⸗ ſpuͤrte, und weit zum Fenſter hinausgebeugt, ſetzte er freudig hinzu:„Was will ich denn mehr? Kann mir Italien mehr bieten? Hab' ich denn hier nicht Alles? So wie ich mich uͤber andere maͤhriſche Dorfſchulmeiſter erhaben fuͤhle, ſo iſt auch der Ort den ich bewohne, vor allen andern verherrlicht. Feuerwerk! Luſtbarkeit! Ach ja— ja 1—
Und hier ſiel ihm ſein Poem mit Centnerlaſt auf's Herz— doch ruͤſtig ſchritt er jetzt zum Tiſche, und die Gedanken floſſen ihm ſo reichlich, die Reime machten ihm ſo wenig Kopſzerbrechens, daß die Feder in fluͤchtiger Eile auf dem Papiere hinflog. Der Morgen beſchien ein fertiges Carmen, das keine kleinere Beſtimmung hatte, als den geprie⸗ fenſten Helden der Zeit wuͤrdig zu beſingen und Voltairen einen guͤnſtigen Begriff von unſerer Lite⸗ ratur beizubringen.
Draußen am Hauſe, im dicken Geſtraͤuche, hing indeß eine weiße Geſtalt in den Sproſſen der Hecken, und wandte kein Auge von dem gequaͤl⸗ ten Dichter. Eine innige Freude durchzuckte ſie, wie ſie ſeine ſonderbaren Selbſtgeſpraͤche vernahm,


