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Handbibliothek, auf einem Bilde darunter. Seuf⸗ zend ſtand er auf, ſchlich hin zu dem verbleich⸗ ten Bildniſſe, das in ſchlechten Paſtellfarben ein blaſſes Kindergeſicht, mit weißlichen Haaren und veilchenblauen Augen, ohne allen Ausdruck zeigte. Lang ſtand er davor, und eine innere Nuͤhrung wurde an ihm bemerkbar. War das nicht Poeſie, was in dem Herzen des vertrockneten Schulmeiſters aufglimmte, ſo gibt es auf Erden keine.
Reimlos und tactfrei machte ſie ſich Luft und eine karge Thraͤnenquelle rieſelte dabei durch die Gramesfurchen des duͤrſtenden Poeten.
„Meine Doris,“ hub er an,„wo mag ſie jetzt wohl ſein? Nie will ich Dich wiederſehen, wenn Dich nicht die Tugend unter dies Dach zuruͤckge⸗ leitet, ſo rief ich ihr beim Abſchiede zu. Ach, was mag wohl ihr langes Ausbleiben zu bedeuten haben?—
Und lang und unverwandt blickte er nach dem Bilde hin, und ſeine Zuͤge belebten ſich wunderbar, und ein ſuͤßes Andenken nach dem andern ſchien ihm durch die Seele zu zihen und traute Melo⸗ dien wurden drin wach.
Mit geſchloſſenen Lippen preßte er durch die Naſe dumpfe Toͤne hervor, die ſich fuͤr ihn zu einem Liedchen geſtalteten, aber er wußte nur den Anfang, den er in einem fort wiederholte. Er
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