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da Dir doch das Dichten uͤber die Geſundheit Deiner Frau geht.“
Das hatte Martin Heller, der Schulmeiſter in Roswalde nicht mehr gehoͤrt, denn er machte die Thuͤr der Schlafkammer zu, ſobald er den Wunſch ſeiner Ehehaͤlfte vernommen.
Rings um ihn her war's nun wohl recht ſtille, aber die poetiſchen Gedanken wollten nicht kommen. Heller verwuͤnſchte innerlich die ſchoͤne Zeit, die er mit dem Geſang der Schulkinder, nach der Melodie des Deſſauer Marſches, zugebracht hatte, weil ihm nun zu wenig uͤbrig blieb, das Carmen auf Friedrichs Einzug zu verfertigen.
Die trockene Zunge klebte ihm am Gaumen, die Augen brannten, und in den Schlaͤfen klopf⸗ ten zwei dicke Adern.
„Ja, wer ſich kuͤnſtlich begeiſtern koͤnnte!“ rief er aus,„und wahrhaftig— waͤr's noch unten in der Thalſchenke offen, ich holte mir ein Haͤlb⸗ chen Falkenſteiner.“—
Doch dabei ließ er's fuͤr jetzt bewenden. Er ſah alle Gegenſtaͤnde forſchend an, die ihn umga⸗ ben, um einige Poeſie herauszuſaugen. Seine Blicke fielen zuerſt auf die Schulbuͤcher, die er mit Widerwillen von ſich ſchob, dann hafteten ſie auf dem uͤber die Haͤlfte durchſtrichenen Wandkalen⸗ der, auf einer Waſſerflaſche, auf ſeiner kleinen


